Donnerstag, 31. Mai 2012

Rezension ♣ Lichtgeboren - Alison Sinclair

Bildquelle*

Titel: Lichtgeboren
Autorin: Alison Sinclair
Genre: Fantasy
Verlag: egmont LYX
Erscheinungsdatum: 08.09.2011
Format: Klappenbroschur
Seitenzahl: 445
Preis: 9,99€
ISBN: 978-3-8025-8336-0



Kurzbeschreibung:
Die Gesellschaft der Lichtgeborenen wird in großen Aufruhr gestürzt, als ihr Prinz Isidore durch ein Attentat ums Leben kommt. Alles deutet darauf hin, dass bei dem Anschlag Magie im Spiel war. Floria Weiße Hand, die zur Leibwache des Prinzen gehörte, gerät unter Mordverdacht und sucht Schutz am Hofe der Nachtgeborenen. Doch bald wird klar, dass der wahre Feind von außen kommt – aus den düsteren Schattenlanden …
Quelle*

Gestaltung:
Das Cover ist an das Originalcover angelehnt, zumindest, was die Kleidung betrifft. Die Dame im Vordergrund soll wahrscheinlich Floria darstellen, denn die Beschreibung trifft sehr gut auf sie zu. Der Hintergrund wurde sehr liebevoll gestaltet und das Cover insgesamt sehr hell gehalten, was prima zum Titel passt. Dieser ist, wie beim vorherigen Band auch, leicht beschichtet und glänzt ein wenig, wenn man das Buch im richtigen Winkel zum Licht hält. Auch wurden die Innenseiten wieder gestaltet: eine helle, in Licht getränkte Burg, die wahrscheinlich das Schloss des Prinzen der Lichtgeborenen darstellen soll.
Angesichts der liebevollen Details gefällt mir beim zweiten Band dieser Reihe das deutsche Cover besser.

Erste Sätze:
»Nie zuvor in ihrem Leben hatte sie sich über das Ende einer Bahnfahrt dermaßen gefreut.
Nicht etwa, weil die Glocken den Sonnenuntergang ankündigten und somit das Erlöschen des tödlichen Tageslichts. Auch nicht, weil sie die Reise ohne das geringste Anzeichen einer Bedrohung hinter sich gebracht hatten. Nicht einmal, weil sie und ihr geliebter Ehemann erst vor knapp zwölf Stunden den Zug in Richtung Küste genommen hatten, ohne zu wissen, ob sie beide oder auch nur einer von ihnen je wieder zurückkehren würde.«

Zum Buch:
Lichtgeboren hat, wie der Vorgänger auch, eine sehr kleine Schrift, lange Kapitel und ist in einer gehobenen Sprache geschrieben, wodurch ich wieder einmal nur sehr langsam voran gekommen bin.
Am Anfang ist Einiges verwirrend, wenn man Nachtgeboren schon vor einiger Zeit gelesen hat und somit auch nicht mehr genau alles im Gedächtnis hat. Jedoch gibt es nach einigen Seiten eine kleine Rückblende zur Auffrischung und auch im Laufe der Geschichte werden verschiedene Ereignisse wiederholt, so dass man sich an das wichtigste erinnern kann. Die Sprache besteht, grob gesagt, nur aus zwei Dingen: Detaillierte Beschreibungen - Umgebungen, Räume, Personen und Erklärungen, sowie Hintergrundgeschichten oder Anrisse dieser - und Dialogen, in denen man allerdings auch sehr viel über die momentane Lage, Personen und andere Sachen erfährt. Zudem kommen dann noch die Gedanken und Erinnerungen der jeweiligen Person, aus dessen Sicht man gerade liest. Man verfolgt die Handlung aus der Betrachtungsweise von vier Charakteren: Talmaine, Floria, Tammorn und Fejelis. Bis auf Talmaine sind alle lichtgeboren. Trotzdem spielt gerade sie als heimliche Protagonistin eine wichtige Rolle in der Handlung. So geht nicht nur ihre eigene Geschichte in diesem Band weiter, sie ist auch die einzige, durch die man weiß, was bei den Nachtgeborenen vor sich geht.
Als die Geschichte ungefähr ab Seite 150 über die Kurzbeschreibung hinausgeht, wurde das Buch nicht nur spannender, sondern Talmaine auch sympathischer. Da ich sie sowohl im ersten Band, als auch am Anfang dieses Bandes nicht sonderlich mochte, hätte ich nie und nimmer gedacht, dass ich für sie jemals ein paar kleine Tränchen vergießen werde. Aber auch die anderen Charaktere gefielen mir sehr gut - am meisten Tammorn. Die Figuren sich greifbar. Sie haben Ecken und Kanten und sind sehr tiefgründig.
Der Konflikt zwischen den Nachtgeborenen und Lichtgeborenen, das Mitgefühl für die Charaktere, das Interesse an dem Aufdecken und Erklären der Anschläge - es gibt viele Gründe, die dieses Buch sehr viel spannender gemacht haben als den Vorgänger. Ich war überrascht, dass die Reihe mich doch noch so mitreißen kann. Es bleiben noch viele Fragen offen, die hoffentlich endgültig im Abschlussband beantwortet werden.

Sonstiges:
Lichtgeboren (Originaltitel: Lightborn) wurde von Alison Sinclair geschrieben und ist der zweite Band einer Trilogie. Band eins heißt Nachtgeboren (Originaltitel: Darkborn), Band drei Schattengeboren (Originaltitel: Shadowborn) und sind beide schon erschienen. Zu Nachtgeboren habe ich hier eine Rezension verfasst.
Nachtrag: Meine Rezension zu Schattengeboren findet ihr hier.

Über die Autorin:
Alison Sinclair ist in Edinburgh aufgewachsen und hat in Kanada, den USA und Großbritannien gelebt. Sie besitzt drei Universitätsabschlüsse und arbeitet gegenwärtig an der Universität McGill in Montreal. Ihr erster Roman wurde 1995 veröffentlicht.

Zitate:
»Bei jeglichem Wettstreit um Macht wird stets derjenige gewinnen, der bereit ist, sie einzusetzen.« (Seite 182)
»Ob man die Liebe nun beim Namen nennt oder nicht, sie bringt die Leute dazu, Dinge zu wagen und zu tun, die sie für undenkbar hielten.« (Seite 203)

Bewertung:
Cover: ●●●●●
Schreibstil: ●●●●○
Idee: ●●●●●   
Humor: ●○○○○
Spannung: ●●●●○
Romantik: ●●○○○
Handlung: ●●●●◐

Insgesamte Wertung: 8,5 / 10

Mehr Infos:
Leseprobe

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*Bild- und Textquelle: http://www.egmont-lyx.de/product_info.php/info/p4025_lichtgeboren.html

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