Montag, 7. April 2014

Rezension ♣ Requiem (Lauren Oliver)

http://www.carlsen.de/sites/default/files/styles/product_medium/public/produkt/cover/9783551583017.jpg?itok=86-hFdzu
Bildquelle*
 Titel: Requiem
 Autorin: Lauren Oliver
 Reihe: Band 3; Trilogie | Band 1 | Band 2
 Genre: Dystrophie
 Verlag: carlsen
 Erscheinungsdatum: 24. Januar 2014
 Format: Hardcover
 Seitenzahl: 400 Seiten
 Preis: 18,90€
 ISBN:  978-3-551-58301-7




Beschreibung:
Lena und Julian sind endlich zurück in der Wildnis. Hier sind sie vorerst in Sicherheit und alles könnte gut sein. Doch etwas zwischen den beiden hat sich verändert, und Lena spürt, dass sie eigentlich zu Alex gehört. Aber auch Alex ist nicht mehr der, den sie immer geliebt hat, und wirkt seltsam abweisend.
Hana dagegen, Lenas Freundin von früher, führt ein ruhiges und geordnetes Leben ohne Liebe mit dem für sie ausgewählten Partner.
Und während die Rebellen alles für den entscheidenden Angriff auf Portland vorbereiten, muss sich Lena ihrer Vergangenheit stellen.

Zum Buch:
Nachdem mir Pandemonium so gut gefallen hat, habe ich mich sehr auf Requiem gefreut. Ich habe vor allem eine spannende Handlung und ein actionreiches Ende erwartet. Doch das war leider kaum vorhanden. Vor allem vom Ende hätte ich sehr viel mehr erwartet.

Die ganze Zeit habe ich darauf gewartet, dass endlich etwas passiert und die Handlung richtig anfängt. Vergeblich. Die Invaliden laufen und laufen und fliehen und kämpfen hier und da ein bisschen und das war's. Alex, der nun wieder da ist, verhält sich die ganze Zeit wie ein Arschloch und ignoriert Lena. Die wiederrum wird eifersüchtig und behandelt Julian wie den letzten Dreck, weil sie noch etwas für Alex empfindet. Mir hat Julian leid getan. Er hat sich die größte Mühe gegeben, um sich in die Gruppe zu integrieren und wird von jedem nur umhergeschoben und nicht ernst genommen. Durch das Liebesdrama wirkt Lena auch wieder viel schwacher und abhängiger. Im letzten Band hat sie sich zu einer starken und sympathischen Protagonistin entwickelt, nichts davon ist übrig geblieben. Ich hatte eher das Gefühl, dass sie sich zurückentwickelt hat.
Die Handlung, die aus Hanas Sicht geschrieben ist, war teilweise spannender als die aus Lenas Sicht. Diese ist mittlerweile geheilt, hat aber das Gefühl, dass ihre Operation nicht ganz glatt verlaufen ist, da sie z.B.noch träumt. Auch wird schnell klar, dass ihr zugeteilter Ehemann und Nachfolger des ermodeten Bürgermeisters, Fred, anders ist, als jeder zu denken scheint. Bei ihren Nachforschungen stößt sie auf einige schockierende Neuigkeiten, die Fred in ein ganz anderes Licht stellen.

Zum Ende hin wird es dann endlich etwas spannender, da die Invaliden den richtigen Aufstand durchführen. Davon bekommt man aber auch wieder nur den Anfang mit, weil Lena sich dann alleine auf die Suche nahc ihrer Cousine Gracie macht. Nach einigen Zwischenfällen kommt das völlig abrupte Ende. In meinen Augen hat dieser Band in keinster Weise irgendwelche Fragen geklärt, noch ist irgendetwas bedeutsames passiert. Kein dramatischer Kampf zwischen Invaliden und Geheilten, nein, einfach Schluss.
Ich habe nichts gegen offene Enden, aber Requiem endet mittendrin. So viele Fragen, die offen bleiben. Was ist mit Julian? (Ohh und ach Gott, plötzlich liebt Alex Lena und sie vergibt ihn natürlich. Wofür war diese Dreiecksbeziehung gut? Wofür? Wieso kriegen Autoren es nicht hin, sowas vernünftig zu lösen? Wieso schreiben sie überhaupt Dreiecksbeziehungen?) Was wird aus Gracie und Lenas Mutter? Werden die Invaliden siegen? Wie wird die Welt danach aussehen? (auf die Antwort dieser Frage habe ich eigentlich am meisten gewartet) Wird Fred sterben? Wie wird Hana weiterleben?

FAZIT
Leider konnte mich Requiem nicht begeistern. Ich hatte Hoffnung, dass das Buch mit der Seitenzahl besser werden würde, und in einigen Momenten war es auch spannend. Jedoch wurde Lena unsympathischer undes gab viele Dinge, die mich genervt haben. Zudem hat mich das Ende unglaublich enttäuscht.

Sonstiges:
Neben der Amor-Trilogie (Delirium, Pandemonium, Requiem) wurde von Lauren Oliver auch Wenn du stirbst, zieht dein ganzes Leben an dir vorbei, sagen sie (OT: Before I Fall) übersetzt.

Bewertung:
Cover: ●●●●
Schreibstil: ●●●●
Idee: ●●○   
Charaktere: ●

Spannung: ●●

Handlung: ●●


Insgesamte Wertung: 5,0 / 10


Mehr Infos:
Über das Buch
Über die Reihe
Über die Autorin