Sonntag, 24. Mai 2015

Rezension ♣ Quiet (Susan Cain)

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 Titel: Quiet
 Autorin: Susan Cain
 Reihe: -
 Genre: Sachbuch
 Verlag: Randomhouse / Crown
 Erscheinungsdatum: 24. Januar 2012
 Format: Hardcover
 Seitenzahl: 352 Seiten
 Preis: 15,95€
 ISBN: 9780307352149



Beschreibung:
At least one-third of the people we know are introverts. They are the ones who prefer listening to speaking, reading to partying; who innovate and create but dislike self-promotion; who favor working on their own over brainstorming in teams. Although they are often labeled "quiet," it is to introverts that we owe many of the great contributions to society--from van Gogh’s sunflowers to the invention of the personal computer.

Passionately argued, impressively researched, and filled with indelible stories of real people, Quiet shows how dramatically we undervalue introverts, and how much we lose in doing so. [...] She questions the dominant values of American business culture, where forced collaboration can stand in the way of innovation, and where the leadership potential of introverts is often overlooked. And she draws on cutting-edge research in psychology and neuroscience to reveal the surprising differences between extroverts and introverts.
Textquelle*

Deutsche Übersetzung:
Mindestens ein drittel der Menschen, die wir kennen, sind introvertiert. Sie sind diejenigen, die es bevorzugen zuzuhören anstatt zu reden, lieber lesen als feiern.; die Neuerungen einführen aber Eigenwerbung abneigen; die es bevorzugen, allein zu arbeiten anstatt in einem Team. Obwohl sie oft als "ruhig" etikettiert werden, sind es die Introvertierten, denen wir viele Beiträge für die Gesellschaft verdanken - von van Gogh's Sonnenblumen zur Erfindung des Computers.

Leidenschaftlich argumentiert, eindrucksvoll erforscht, und mit unauslöschlichen Geschichten von reelen Menschen gefüllt, Quiet zeigt, wie dramatisch wir Introvertierte unterschätzen, und wie viel wir dabei verlieren. [...] Sie hinterfragt die dominanten Werte der amerikanischen Unternehmenskultur, in der erzwungene Zusammenarbeit im Weg der Innovation stehen, und wo das Führungspotenzial der Introvertierten oft übersehen wird. Sie stützt sich auf Spitzenforschung in der Psychologie und Neurowissenschaften, um die überraschenden Unterschiede zwischen extravertierten und introvertierten Menschen zu offenbaren.

Zum Buch:
Nachdem ich so viel positive Rezensionen über das Buch gelesen habe, hatte ich recht hohe Erwartungen an Quiet. Die Autorin erklärt den Unterschied zwischen introverts und extroverts (also introvertierte und extravertierte Menschen - da die Wörter auf deutsch aber komisch klingen, werde ich die englischen benutzen) und wie beide Typen in verschiedenen Situationen handeln und warum das so ist. Dies erklärt sie anhand zahlreicher Studien und Beispielen. Während das Lesens merkt man genau, dass sie sich sehr mit dem Thema beschäftigt hat. Pro Kapitel stellt sie außerdem auch einige Personen und deren Erfahrungen vor, die sie selbst befragt hat.

Ich bin selbst ein introvert und habe mir von diesem Buch auch einige Ratschläge erhofft. Wir leben in einer Welt, die von extroverts regiert wird. Teamarbeit, public speaking, offen auf andere zugehen, diese Tätigkeiten werden in fast allen Berufen vorausgesetzt. Ist man eher still und arbeitet gerne alleine, wird das als negativ angesehen. Nicht selten muss man sich anhören, dass man sich mehr an Gesprächen beteiligen oder nicht so schüchtern sein soll. Dass man am Freitagabend lieber zu Hause bleibt als auszugehen verstehen auch nur wenige - im Gegenteil, wenn man erwähnt, dass man ungern feiern geht, erntet man abwertende Blicke. Doch als introvert braucht man Zeit alleine, um seine Energie aufzuladen. Der Gegensatz dazu ist der extrovert, der seine Energie von sozialen Aktivitäten nimmt.
Interessanterweise werden wir als introverts oder extroverts geboren, das ist also nichts, was sich einfach so ergibt oder was man ändern kann. Die Autorin hat mit vielen wissenschaftlichen Studien gearbeitet. Diese sind zwar nicht immer leicht verständlich (da das Buch auf englisch ist), aber sie wurden so einfach wie möglich und mit vielen Beispielen erklärt. Leider wissen aber viel zu wenig Leute, dass es sowas überhaupt gibt. Meistens werden introverts mit "schüchtern" oder "Einzelgänger" über einen Kamm geschert. Aber nur, weil man gerne alleine ist, heißt es nicht automatisch, dass man Menschen meidet oder schlecht in Gesprächen aufbauen ist. Schließlich gibt es auch schüchterne extroverts. Das Buch ist gut darin, diese Sachen zu erklären und geht dabei auch auf die gesellschaft und verschiedene Kulturen ein. Vermisst habe ich allerdings eine "Lösung" wie man sich in solchen Situationen verhalten soll.

FAZIT
Wer sich mit dem Thema auseinandersetzen möchte, für den ist dieses Buch auf jeden Fall etwas. Auch als introvert werden einem viele Fragen beantwortet und man fühlt sich nahc dem Lesen weniger merkwürdig und falsch. Trotzdem hätten einige Ratschläge - und damit meine ich nicht solche wie "in bestimmten Situationen vorgeben, ein extrovert zu sein" - Quiet um einiges besser gemacht.

Bewertung:  
Cover: ●●●●
Schreibstil: ●●●●
Idee: ●●   

Insgesamte Wertung: 8 / 10   [nach Gefühl]
 
Mehr Infos:
Über das Buch
Über die Autorin
Leseprobe
 
 

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