Montag, 13. November 2017

Rezension ♣ Witch Hunter (Virginia Boecker)

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Titel: Witch Hunter
Originaltitel: The Witch Hunter
Autorin: Virginia Boecker
Reihe: Witch Hunter, Band 1
Genre: Fantasy
Verlag: dtv
Erscheinungsdatum: 18. März 2016
Format: Hardcover
Seitenanzahl: 400 Seiten
Preis: 17,95€
ISBN: 978-3-423-76135-2







Beschreibung
Wer ist Freund? Wer ist Feind?
Als die 16-jährige Hexenjägerin Elizabeth mit einem Bündel Kräuter gefunden wird, das ihr zum Schutz dienen soll, wird sie in den Kerker geworfen und selbst der Hexerei angeklagt. Doch wider Erwarten retten weder Caleb, ihr engster Freund und heimlicher Schwarm, noch ihr Lehrmeister Blackwell sie vor dem Scheiterhaufen. Stattdessen befreit sie in letzter Sekunde ein ganz anderer: Nicholas Perevil, der mächtigste Magier des Landes und Erzfeind aller Hexenjäger. Nun muss sich Elizabeth entscheiden, wo ihre Loyalitäten liegen.
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Zum Buch
Mich hat Witch Hunter vor allem durch den Klappentext interessiert. Eine Hexenjägerin, die als Hexe angeklagt und dann von einem Magier befreit wird, der sie darum bittet, sich ihm und seinen Gefährten anzuschließen? Das klang vielversprechend und ich war besonders auf alle magischen Inhalte gespannt.
Die Handlung spielt übrigens im Mittelalter, davon merkt man - bis auf die Hexenverbrennungen und dem Nichtvorhandensein von Elektronikgeräten, etc. - nur wenig.

Elizabeth ist eine taffe Protagonistin, die kein Blatt vor den Mund nimmt und auch oft dumme Sprüche klopft. Sie ist, zusammen mit ihrem besten Freund Caleb, eine der besten Hexenjäger. Auf den ersten Seiten wird bereits eröffnet, dass Elizabeth schon seit ihrer Kindheit in Caleb verliebt ist.
Und dass ist auch schon der erste Punkt, der mich im Verlauf der Handlung gestört hat: die ständige Schwärmerei. Selbst als sich Caleb alles andere als wie ein Freund verhält, entschuldigt Elizabeth sein Verhalten und bleibt ihm immer noch treu. Als sich typischerweise auch noch ein Liebesdreieck entwickelt, hat mich Elizabeth einfach nur noch aufgeregt. Obwohl sie einen starken Charakter widerspiegeln soll, stellt sie sich immer wieder in Abhängigkeit der männlichen Charaktere.
Nachdem sie von Nicholas Perevil gerettet - oder, wie Elizabeth es nennt, entführt - wurde, bleibt sie misstrauisch und stur den Zauberern und Hexen gegenüber. Auch wenn dies zunächst nachvollziebar erscheint erstreckt sich dieses Verhalten über einen unglaublich langen Zeitraum, auch nachdem Perevil alles erklärt hat und es für Elizabeth keinen Grund (mehr) gibt, misstrauisch zu sein und gegen ihn zu arbeiten.
Die Nebencharaktere haben mir im Großen und Ganzen gefallen, auch wenn einige von ihnen nervig waren und alle etwas klischeehaft dargestellt wurden. Mir war Nicholas Perevil sehr sympathisch und die ganzen magischen Sachen waren interessant.

Die Spannung, die noch zu Beginn herrschte, ebbte ab. Die Autorin bemühte sich allerdings die Handlung in einen gewissen Tempo voran zu bringen. Am Ende fehlte es an Erklärungen und vieles war doch recht vorhersehbar.


Fazit
Witch Hunter ist eins dieser Bücher, bei denen mich Charaktere und deren Drama untereinander so gestört haben, dass ich das Buch nicht genießen konnte. Allgemein bleiben einige Handlungslücken, wenige Überraschungen und blasse Charaktere.
Wer allerdings Liebesdreiecke mag und sich mit den Charakteren anfreunden kann, der wird auch Gefallen an diesem Buch finden.


Bewertung
Cover: ●●●●
Schreibstil: ●●●●○
Idee: ●●●◐○
Charaktere: ●●○○○
Spannung: ●●○○○
Handlung: ●●◐○○

Insgesamte Wertung: 5,6 / 10       (gefühlt: 4,5 / 10)


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Dienstag, 17. Oktober 2017

Rezension ♣ Priestess Dreaming (Yasmine Galenorn)

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Titel: Priestess Dreaming
Autorin: Yasmine Galenorn
Reihe: Schwestern des Mondes, Band 16 | Band 7 | Band 8 | Band 9 | Band 10 | Band 11 | Band 12 | Band 13 | Band 14 | Band 15
Genre: Fantasy
Verlag: Jove / Berkley
Erscheinungsdatum: 30. September 2014
Format: Taschenbuch
Seitenanzahl: 336 Seiten
Preis: 5,99€
ISBN: 978-0515154757
Englisch-Level: ●●○







Beschreibung
With the war in Otherworld raging, the Queen of Shadow and Night summons me to her court. Aeval orders me to embark on a hunt through the mists to find an ancient ally she once knew. I must seek out The Merlin and wake him from his long sleep. But Morgaine and Bran are along for the journey, and the pair pose a threat to both me and my quest. Now, surrounded by danger on all sides, I must pray they are allies rather than enemies, as we undertake a perilous search through the labyrinth of time...
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Zum Buch
Die ersten beiden Kapitel beginnen mit ziemlich lustigen Vorfällen, die aber schnell - wie man das gewohnt ist - in einen Kampf ausarten. Kurz darauf passieren gefühlt 100 Dinge gleichzeitig, die neue Handlungsstränge mit sich ziehen. Zum einen scheint es da eine mächtige Hexe zu geben, die Camille und dem restlichen Haushaltsmitgliedern Schaden zufügen möchte und es gilt herauszufinden, wer sie ist und warum sie diese Intentionen hat. Vanzir und Roz haben von ihr eine Schriftrolle gekauft, die nicht das Wohnzimmer festlich dekoriert hat, sondern ein Portal in die Nordlande öffnete und somit allerhand bösartige Kreaturen in Haus und Garten der D'Artigos (und später in ganz Seattle) freiließ. Als wäre das nicht genug Ärger wurde durch das Portal auch Santa Claus beschwört, der nicht so friedlich und gut gestimmt ist wie die Geschichten es vermuten lassen. Die Hauptquest aber ist folgende: Die Hohepriesterin Derisa erscheint kurz darauf im Haus und gibt bekannt, dass einer der ältesten und stärksten Drachen wieder erwacht und gibt Camille, die den Pflichten einer Priesterin der Mondmutter nachkommen muss, auf, den Zauberer zu suchen, der mächtig genug ist, ihn aufzuhalten.

(Achtung, der nächste Abstand ist ein kleiner rant und enthält Spoiler zu vorherigen Bänden)
Kurzes Flashback zum letzten Band: Es herrscht immer noch Krieg in der Anderwelt. Es wurden noch nicht alle Geistsiegel gefunden. Am Ende des letzten Bandes hat unsere kleine Crew einen Gott/Dämon erweckt. Und jetzt soll Camille einer Aufgabe nachgehen, die absolut nichts mit irgendeinem dieser Handlungsstränge zu tun hat? Eine Aufgabe, die die Haupthandlung nicht voranbringen wird, so wie gefühlt die letzten 6 Bände? Spätestens als Chase im Kapitel darauf anruft und die Schwestern eine Horde Pixies bekämpfen soll sank meine Motivation weiterzulesen. Versteht mich nicht falsch, ich mag die Welt und die Charaktere die Yasmine Galenorn erschaffen hat. Sie hat sehr viele Ideen rund um die drei Schwestern und ich bin mir sicher, dass sie die Bücher gut plant und nicht nur die Reihe erweitert, um mehr Geld zu verdienen. Aber: Nach über zehn (fünfzehn (!) um genau zu sein) Bänden ist es ermüdend wenn es in der Haupthandlung kaum voran geht. Dazu kommt, dass ausgerechnet jede der Schwestern eine ach so hohe und spezielle Rolle einnimmt - klar, es bietet interessanten Stoff und ist natürlich interessant aber wirkt nach und nach einfach etwas too much. Außerdem laufen die Bände immer ähnlich ab, oft kommen mir Kämpfe/ Auseinandersetzungen so erzwungen vor. Und warum müssen eigentlich immer die Schwestern Zwischenfälle klären, gibt es keine anderen Gruppen, die da einspringen können? Das alles sind Dinge, die mich schon seit längerem stören und mir immer ein bisschen den Lesespaß nehmen.

Aber zurück zur Handlung: Bevor Camille, begleitet von Morio und Delilah, mit Morgaine, Bran, Arturo und Mordred in die Anderwelt aufbricht (leider erst ab ungefähr der Mitte des Buches) gibt es noch einige Dinge zu klären. Trillian will in die Schattenlande reisen um seinen Blutsbruder zu suchen. Eine gefährliche Reise, die er erst nach langer Diskussion in Begleitung von Roz auf sich nimmt. Außerdem blickt Camille auf ihre Kindheit und Familiensituation zurück. Nebensächlichkeiten wie Weihnachtsbäume kaufen und das Haus festlich zu dekorieren ziehen sich zu sehr in die Länge, auch wenn sie die Familiarität zwischen den Hausbewohnern gut zum Ausdruck bringt und solche ruhigen, normalen Momente immer schön zu lesen sind.
Als sich die ausgewählte Gruppe schließlich auf die Reise in die Anderwelt macht, wird es etwas spannender. Währen der Wanderung auf der Suche nach Merlin müssen sie sich gegen Kreaturen beweisen und einige Geheimnisse werden aufgedeckt. Dass die Handlung zur Abwechslung wieder in der Anderwelt spielt empfand ich als sehr angenehm, da sie eine Vielzahl von neuen Möglichkeiten bietet und es Neues zu entdecken gibt. Die Kämpfe gegen die Monster langweilten mich aber schnell, da sie nach dem selben Prinzip abliefen und das Team allzu schnell eine Lösung fand. Das machte den Eindruck, als wären die Monster überhaupt nicht gefährlich.

Das größte Problem war für mich wohl Camille. Zum einen waren ihre Kommentare nicht lustig und einfach nur nervig. Ihre Gedanken drehten sich immer wieder um die selben Dinge, allem voran natürlich Sex. Ich verurteile sie nicht dafür, dass sie gerne Sex hat und in ihren Bänden mehr Sexszenen vorkommen. Aber meine Güte, es kommt mir fast schon so vor als bringt Yasmine Galenorn die Sexszenen gerade in Situationen ein, die extrem unpassend sind, nur um zu beweisen, dass Camille so ist. Es gab einfach viele Momente, die mir Camille in diesem Band unsympathischer gemacht haben.

Das Ende, auf das schon seit dem Buchanfang hin gefiebert wurde, war ein Witz. Es war ein schnelles und viel zu einfaches Ende. Nachdem ich das Buch beendet hatte, saß ich da und dachte mir „Das war es? Es ist… nichts… passiert??“ Ich war mit den letzten Bänden der Reihe nicht zufrieden, aber Priestess Dreaming hat mich wirklich enttäuscht. Es gab viele Andeutungen, dies und jenes wird Camille passieren, bla bla bla. Es wäre schön, wenn wirklich mal etwas passieren würde und die Handlung vorankommt. Denn so langsam sinkt meine Motivation, die Reihe bis zum Ende zu lesen.
Ich würde mir beispielsweise wünschen, dass in den nächsten Bänden mehr auf Camilles Ausbildung und Rituale eingegangen wird. Diese erscheinen mir doch noch am interessantesten und bisher wurde kaum darauf eingegangen.


Fazit
Es gibt vieles, was mich an Priestess Dreaming gestört hat. Camille's Persönlichkeit hat mich mehr gestört als üblich. Die größte Enttäuschung ist, dass die Handlung keinen Zentimeter voran kommt. Es fühlt sich an, als würde man sich immer nur im Kreis drehen. Ich hoffe sehr, dass sich das in den folgenden Bänden ändert.


Bewertung
Cover: ●●●●●
Schreibstil: ●●●●●
Idee: ●●●○○
Charaktere: ●●○○○
Spannung: ●●○○○
Handlung: ●●◐○○

Insgesamte Wertung: 3,8 / 10       (gefühlt: 3 / 10)


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Montag, 25. September 2017

Rezension ♣ Blinde Vögel (Ursula Poznanski)

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Titel: Blinde Vögel
Autorin: Ursula Poznanski
Reihe: Kaspary & Wenniger ermitteln, Band 2 | Band 1
Genre: Krimi / Thriller
Verlag: Rowohlt
Erscheinungsdatum: 30.01.2015
Format: Taschenbuch
Seitenanzahl: 480 Seiten
Preis: 9,99€
ISBN: 978-3499259807







Beschreibung
Status: Ermordet
Zwei Tote bei einem Salzburger Campingplatz. Sie stranguliert, er erschossen. Zwischen beiden scheint zu Lebzeiten keinerlei Verbindung bestanden zu haben. Oder täuscht der erste Blick?
Die Salzburger Ermittler Beatrice Kaspary und Florin Wenninger finden eine überraschende Gemeinsamkeit: Beide waren Mitglieder in einem Internetforum. Ein Forum für Dichtung. Harmloser geht es nicht.
Beatrice Kaspary folgt ihrem Instinkt und schleust sich als vorgebliche Lyrik-Liebhaberin in die Gruppe ein. Kurz darauf gibt es einen dritten Todesfall...
Textquelle*


Zum Buch
Blinde Vögel beschäftigt sich mit dem zweiten Fall, den Beatrice Kaspary und Florin Wenniger nachgehen. Zwei Tote wurden aneinander gefesselt auf einem Campingplatz gefunden. Es sieht zunächst nach Mord und Selbstmord aus, aber was genau steckt dahinter?
Beatrice stößt auf eine Lyrik-Gruppe, in der beide Opfer Mitglied waren. In der Hoffnung, Hinweise auf den Täter oder das Geschehen zu finden, schleust sie sich ein – und merkt schnell, dass sich einige Personen merkwürdig verhalten. Und es kommt zu weiteren Todesfällen innerhalb der Gruppe…

Beatrice und Florin haben zwar eine Spur, tappen aber lange Zeit im Dunkeln. Auch als Leser merkt man, dass alles, was geschieht, miteinander in Beziehung steht. Ich für meinen Teil konnte diese Zusammenhänge auch nie richtig greifen. Da es nur wenig Fortschritte gibt, ist das Pacing in der ersten Hälfte des Buches recht langsam.
Ab ungefähr der Mitte gibt es stärkere Hinweise auf den Täter und damit steigt auch die Spannung an. Die Handlung geht schneller voran. Die Aufklärung ging mir etwas zu schnell und zu einfach und ließ bei mir noch einige Fragen offen.

Was das Privatleben angeht, so versucht Beatrice sich mit ihrem Ex-Mann zu versöhnen und man erhält tiefere Einblicke in das Familienleben von Florin. Wie im letzten Band angedeutet kommen sich die beiden etwas näher… und irgendwie auch nicht. Sie befinden sich in einer Grauzone und vermutlich wissen beide nicht einmal genau, was sie wollen. Auch wenn es mich verwirrt hat, was zwischen Beatrice und Florin läuft (oder eben nicht), finde ich es extrem gut, dass diese Andeutungen und Annäherungen a) nur sehr langsam und damit realistisch geschehen und b) nur einen kleinen, untergeordneten Part spielen.


Fazit
Blinde Vögel fand ich etwas schwächer als sein Vorgänger. Obwohl mir die Charaktere und Handlung insgesamt erneut gefallen haben, zog sich die erste Hälfte in die Länge. Die Langatmigkeit machte sich besonders dadurch bemerkbar, da die Ermittler im Dunkeln tappen. Interessant und originell war die Idee mit der Lyrik-Gruppe, nur – für mich – nicht ganz so spannend.


Bewertung
Cover: ●●●●○
Schreibstil: ●●●●●
Idee: ●●●○○
Charaktere: ●●●●○
Spannung: ●●●○○
Handlung: ●●●◐○

Insgesamte Wertung: 7,4 / 10       (gefühlt: 7,5 / 10)


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Dienstag, 19. September 2017

Rezension ♣ Pandora - Wovon träumst du? (Eva Siegmund)

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Titel: Pandora - Wovon träumst du?
Autorin: Eva Siegmund
Reihe: Die Pandora-Reihe, Band 1
Genre: Dystopie, Mystery
Verlag: cbt
Erscheinungsdatum: 11. April 2016
Format: Taschenbuch
Seitenanzahl: 496 Seiten
Preis: 12,99€
ISBN: 978-3-570-31059-5







Beschreibung
Sophie lebt in einer Welt, in der alle durch einen Chip im Kopf jederzeit unbeschwert online gehen können. Als sie erfährt, dass sie adoptiert ist und eine Zwillingsschwester hat, erkunden die Mädchen damit ihre Vergangenheit – und stoßen schon bald auf seltsame Geheimnisse. Ihre Recherchen bringen den Sandman auf ihre Spur. Er will die Menschheit mithilfe eines perfekt getarnten Überwachungssystems beherrschen, und nur die Zwillinge können ihn und seine allmächtige NeuroLink Solutions Inc. zu Fall bringen. Doch das bringt sie in höchste Gefahr...
Textquelle*


Zum Buch
Pandora spielt in einer dystophischen Zukunft. Elizabeth, bevorzugt Liz genannt, und Sophie werden eines Tages von einem Notar bestellt. Dort finden sie heraus, dass sie Zwillinge sind – schwer zu übersehen – die als Kleinkinder getrennt und zur Adoption aufgegeben wurden. Erster Schock: Die Familien, bei denen sie aufgewachsen sind, haben sie ihr Leben lang belogen. Doch es kommt schlimmer: Ihre leiblichen Eltern, Sebastian und Helena Zweig, sind verstorben. Sebastian soll angeblich Helena ermordet haben und starb im Gefängnis an so etwas simplen wie Krebs – eine Krankheit, die eigentlich längst ausgerottet wurde. Die Geschwister erhalten neben dem Geldkonto, auf das sie allerdings noch keinen Zugriff haben, einige Gegenstände aus Sebastians Besitz: einen blutigen Kittel, ein Foto und eine Sanduhr.
Zuerst kommen sich die Schwestern nur wenig näher, da sie aus ganz unterschiedlichen Milieus stammen. Sophie, die schon ihre Adoptivmutter verloren hat, wohnt mit ihrem Adoptivvater und Kater in einer kleinen Wohnung in ärmlichen Verhältnissen. Leider erfährt man nur sehr wenig über ihr Leben dort oder ihren Vater. Das Gleiche gilt für Liz‘ Eltern. Die tauchen nicht ein einziges Mal auf, da sie im Ausland auf Geschäftsreise sind. Liz wohnt in einem großen Anwesen mit ihrem Hund, ihren Bodyguard und ihrer Haushaltshilfe, die beide zu ihren Vertrauten gehören.

Da Sophie und Liz mehr über ihre leiblichen Eltern herausfinden wollen, beschliessen sie, nach ihnen zu „seekern“ und stoßen dabei auf NeuroLink. Das ist die Firma, die die Chips herstellt, die den Menschen eingesetzt werden. Aktiviert wirken sie wie ein zusätzlicher Bildschirm im Kopf, durch den man mittels der Stimme Nachrichten schreiben, Anrufe tätigen, im Internet surfen, etc. kann. Nachts werden dafür Träume eingeblendet, die von großen Firmen stammen und als Werbung dienen.
Sophie sieht, nachdem sie nach ihrem Vater seekert, eine Art Film, der sich allerdings sehr real anfühlt. In ihm ermordet Sebastian seine Frau, zumindest scheint es so, denn ein Teil des Film wurde herausgeschnitten. In den nachfolgenden Nächten hat Sophie reale Albträume, in denen sie den Mord immer wieder miterlebt.
Die Zwillinge beginnen, nachzuforschen. Zuerst bei der alten Arbeitsstelle ihrer Mutter – einer Untergrundorganisation und Redaktion gegen die Chips und NeuroLink. Später beo NeuroLink selbst, denn dort hat ihr Vater gearbeitet. Unterstützt werden sie von Sash, einen Hacker, der Helena kannte. Gemeinsam begeben sie sich auf mehrere kleine Abenteuer und stoßen auf eine Verschwörung, die sie mit jeder neuen Entdeckung mehr in Gefahr bringt.

Die Charaktere bleiben sehr oberflächlich und klischeehaft und entwickeln sich kaum weiter. Es gibt – nicht zuletzt aufgrund der vielen Unterschiede zwischen Sophie und Liz – oft Streitereien zwischen den beiden, die aber auf unnötigen Gründen beruhen. Ich verstehe, was die Autorin damit aufzeigen wollte, dennoch schienen diese mitsamt der Problemlösung wenig realitätsnah. Allgemein schien die Handlung eher langsam vorranzugehen. Ich hatte das Gefühl, dass sie sich immer im Kreis dreht, da alles nach dem selben Muster verlief und die beiden nur minimal weiter kamen. Dadurch ging auch viel der anfänglichen Spannung verloren.
Auch vom Ende habe ich mir mehr versprochen. Die Enthüllung und endgültige Lösung erschien mir, dafür, dass die gesamte Handlung über diese Sache mysteriös verschleiert hat, zu unspektakulär und vorhersehbar.


Fazit
Die Idee an sich – Träume, die gesteuert werden, noch dazu die Einmischung des Sandmanns – fand ich unglaublich interessant und ich kenne auch kein Buch, das diese Thematik behandelt. Das vielversprechende Potential wurde aber leider nicht vollständig ausgeschöpft. Trotz allem ist Pandora eine nette Unterhaltung für zwischendurch, vor allem für diejenigen, die das Thema ebenso spannend finden wie ich.


Bewertung
Cover: ●●●●●
Schreibstil: ●●◐○○
Idee: ●●●●○
Charaktere: ●●◐○○
Spannung: ●●◐○○
Handlung: ●●◐○○

Insgesamte Wertung: 5,6 / 10       (gefühlt: 5 / 10)


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Mittwoch, 6. September 2017

Rezension ♣ Fünf (Ursula Poznanski)

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Titel: Fünf
Autorin: Ursula Poznanski
Reihe: Kaspary & Wenniger ermitteln, Band 1
Genre: Krimi / Thriller
Verlag: Rowohlt
Erscheinungsdatum: 01. Juli 2013
Format: Taschenbuch
Seitenanzahl: 384 Seiten
Preis: 9,99€
ISBN: 978-3499257568







Beschreibung
Ein Spiel mit Namen Tod.
Eine Frau liegt tot auf einer Kuhweide. Ermordet. Auf ihren Fußsohlen: eintätowierte Koordinaten. Sie führen zu einer Hand, in Plastikfolie eingeschweißt, und zu einem Rätsel, dessen Lösung wiederum zu einer Box mit einem weiteren abgetrennten Körperteil führt. Es ist ein blutiges Spiel, auf das sich das Salzburger Ermittlerduo Beatrice Kaspary und Florin Wenninger einlassen muss. Jeder Zeuge, den sie vernehmen, wird kurz darauf getötet, die Morde folgen immer schneller aufeinander. Den Ermittlern läuft die Zeit davon. Sie ahnen, dass erst die letzte Station der Jagd das entscheidende Puzzleteil zutage fördern wird...
Textquelle*


Zum Buch
Von Ursula Poznasnki habe ich bisher nur Erebos gelesen, wollte aber schon seit langem weitere Bücher von ihr lesen. Fünf hat mich durch die Kurzbeschreibung neugierig gemacht. Man verfolgt Beatrice Kaspary und ihren Partner Florin Wenniger bei einem Fall, der es in sich hat: Eine Frau wurde mit eintätowierten Koordinaten aufgefunden, an diesem Ort finden die Ermittler ein Körperteil und weitere Koordinaten, und so weiter. Eine Schnitzeljagd der blutigen Art. Die Zeugen, die Beatrice und Florin vernehmen werden nach und nach ebenfalls tot aufgefunden. Wie stehen sie in Beziehung zueinander? Können die beiden dem Täter rechtzeitig das Handwerk legen, bevor sie sich selbst in Gefahr bringen?

Beatrice hat einige Lasten zu tragen. Sie ist eine alleinerziehende Mutter von zwei Kindern. Ihr Ex-Mann Achim macht ihr permanent Vorwürfe, sie würde den Job vorziehen und sich nicht gut genug um die Kinder kümmern. Von ihrem Vorgesetzten wird Beatrice auch nicht ernst genommen und fast schon schikaniert. Außerdem hat sie mit etwas aus ihrer Vergangenheit noch nicht abgeschlossen und dieses Ereignis verfolgt sie auch während der Ermittlungen. Trotz all ihrer Probleme ist Beatrice eine starke und selbstbewusste Frau, die manchmal auch an sich selbst zweifelt, ihre Schwächen aber kennt.
Florin ist ein sehr fürsorglicher Partner, dem sich Beatrice anvertrauen kann und der ihr mit Rat und Tat zur Seite steht. Während der Fälle vertraut er ihrem Gespür und kann sich sehr gut in die Zeugen hineinversetzten, weshalb er es auch ist, der meistens die Gespräche führt. Die beiden bilden ein eingespieltes Team und die Beziehung zwischen den beiden hat mir sehr gefallen.
Ursula Poznanski hat es geschafft, alle (oder wenigstens die meisten) Charaktere mehrschichtig und dreidimensional darzustellen. Insbesondere hat mir da auch Stefan gefallen, der mit seiner offenen und lebhaften Art alles etwas positiver macht. Da er sich mit Geocaching auskennt, greift er Beatrice und Florin unter die Arme. Somit wird auch gut erklärt, was Geocaching ist und wie es funktioniert.

Die Handlung war fesselnd und ich wollte unbedingt wissen, wer der Täter ist. Ich hatte mehrere Vermutungen, diese stellten sich allerdings als falsch heraus. Für mich jedenfalls war das Ende unvorhersehbar. Der Fall wurde gut aufgeklärt und abgeschlossen. Es gab keine Stelle, in der ich mich gelangweilt habe, nur gibt es immer wieder ein ähnliches Muster, das die Ermittler verfolgen.


Fazit
Geocaching in einen Thriller einzubauen ist eine sehr interessante Idee, die mir persönlich viel Spaß gemacht hat. Fünf ist packend geschrieben und konzentriert sich nicht nur auf den Fall, sondern auch auf die Protagonistin. Somit konnte ich eine Beziehung zu Beatrice aufbauen und verstehen, warum sie wie handelt. Einziger Minuspunkt ist, dass sich die Ermittlungen etwas im Kreis drehen, da das Geocaching und das Vernehmen der neuen Zeugen immer nach dem selben Muster abläuft. Das dämpft die Spannung ein bisschen. Nichtsdestotrotz konnte mich Fünf fesseln und ich freue mich schon darauf, die nächsten Bände der Reihe zu lesen.


Bewertung
Cover: ●●●●○
Schreibstil: ●●●●●
Idee: ●●●●●
Charaktere: ●●●●○
Spannung: ●●●◐○
Handlung: ●●●◐○

Insgesamte Wertung: 8,4 / 10       (gefühlt: 8,5 / 10)


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Sonntag, 27. August 2017

Rezension ♣ All The Bright Places (Jennifer Niven)

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Titel: All The Bright Places
Deutscher Titel: All die verdammt perfekten Tage
Autorin: Jennifer Niven
Reihe: -
Genre: Contemporary
Verlag: Penguin
Erscheinungsdatum: 08. Januar 2015
Format: Taschenbuch
Seitenanzahl: 432
Preis: 8,49€
ISBN: 978-0-14-135703-4
Englisch-Level: ●○○






Beschreibung
Theodore Finch is fascinated by death, and he constantly thinks of ways he might kill himself. But each time, something good, no matter how small, stops him.

Violet Markey lives for the future, counting the days until graduation, when she can escape her Indiana town and her aching grief in the wake of her sister's recent death.

When Finch and Violet meet on the ledge of the bell tower at school, it's unclear who saves whom. And when they pair up on a project to discover the 'natural wonders' of their state, both Finch and Violet make more important discoveries: It's only with Violet that Finch can be himself - a weird, funny, live-out-loud guy who's not such a freak after all. And it's only with Finch that Violet can forget to count away the days and start living them. But as Violet's world grows, Finch's begins to shrink. How far will Violet go to save the boy she has come to love?
Textquelle*


Zum Buch
All The Bright Places erzählt die Geschichte von Theodore Finch und Violet Markey. Beide denken über Selbstmord nach und begegnen sich auf dem Bell Tower ihrer Schule. Finch, der eher ein Außenseiter ist und den alle nur "Freak" nennen, kann Violet davon abhalten, tatsächlich zu springen. Zusätzlich dazu werden sie auch Projektpartner und müssen zusammen Orte in Indiana besuchen und dokumentieren. Dabei kommen sie sich näher, und während sich Violet weiterentwickelt, verliert sich Finch immer mehr.

Finch ist ein Einzelgänger und Außenseiter. Er lebt mit seiner Mutter und zwei Schwestern. Sein Vater hat ihn früher misshandelt wenn er getrunken hat und lebt mittlerweile mit einer neuen, jüngeren Frau und deren gemeinsamen Sohn zusammen. Finch's Familienverhältnisse sind also nicht gerade optimal, zumal sich keiner wirklich um ihn sorgt. Es wird im Buch nicht explizit gesagt, aber als Leser hat man den Eindruck, dass er an Depression, einer bipolaren Störung, oder ähnliches leidet. Er sucht nach vielen Fakten über Selbstmorde, er schläft nicht, er schlüpft in verschiedene Persönlichkeiten wie beispielsweise Nerd Finch, Athlet Finch, etc. Trotzdem hat er eine sehr extrovertierte Persönlichkeit und probiert vieles aus. Im Umgang mit Violet ist er sehr positiv und unterstützend.

Violet ist ein hübsches und recht populäres Mädchen. Doch auch sie hat Lasten zu tragen. Ihre Schwester starb bei einem Autounfall, während Violet überlebte. Sie fühlt sich schuldig und versucht ihre Schwester am Leben zu erhalten, indem sie sich ihr anpasst. Sie lebt in sehr guten Familienverhältnissen, doch alle fassen sie wie mit Samthandschuhen an. Sie ist eher verschlossen und zweifelt an sich, reagiert aber auch abweisend. Vor dem Unfall hatten die beiden Schwestern einen Blog und Violet liebte das Schreiben. Aber jetzt bekommt sie einfach nichts auf die Reihe und sieht auch keinen Sinn mehr, auf ihr Lieblingscollege zu gehen. Überhaupt kann und will sie an eine Zukunft nicht denken.

Die Beziehung zwischen den beiden lässt sich mit "insta-love" ganz gut beschreiben. Am Anfang will Violet nichts mit Finch zu tun haben, aber nachdem sie die ersten Orte besuchen und sich einander anvertrauen (Dabei hatte ich das Gefühl, dass Finch etwas obsessed mit Violet ist und sie mehr oder weniger dazu drängt, ihm alles zu erzählen) kommen sie sich näher und von dem einen zum anderen Kapitel sind sie plötzlich in einer Beziehung. Weiterhin kam es mir so vor, als hätte die Autorin den Charakteren diese schlimmen Hintergrundgeschichten nur geschrieben, damit die Handlung extra tragisch und dramatisch ist. Es wirkte auf mich einfach zu gekünstelt. Mit beiden Hauptcharakteren wurde ich auch nicht richtig warm. Ich mochte sie zwar schon, aber irgendwas hat mich dann doch immer gestört. Die Nebencharaktere blieben schwach ausgebaut und klischeehaft, auch die Erwachsenen waren nur wenig hilfreich. Das Ende konnte mich ebenfalls nicht ganz zufriendenstellen, ich kann aber nachvollziehen, warum die Autorin diesen Ausgang gewählt hat.


Fazit
All The Bright Places war ein Buch, auf das ich mich sehr gefreut habe. Vielleicht habe ich mir von dem ganzen Hype auch zu viel versprochen, mich haben besonders die Charaktere und ihre Beziehungen untereinander enttäuscht. Mehr Tiefgang und ein etwas schnelleres Pacing hätte der Story gut getan. Inspirierend fand ich allerdings das Erkunden von Orten und was Finch und Violet dabei erlebt haben. Das Buch war nicht schlecht, konnte mich aber leider nicht in den Bann ziehen.


Bewertung
Cover: ●●●●○
Schreibstil: ●●●●○
Idee: ●●●●○
Charaktere: ●●◐○○
Spannung: ●●◐○○
Handlung: ●●●○○

Insgesamte Wertung: 6,4 / 10       (gefühlt: 6 / 10)


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Zum Buch
Zur Autorin

 *Bild- und Textquelle: https://www.penguin.co.uk/books/275029/all-the-bright-places/

Freitag, 18. August 2017

Rezension ♣ Schuld und Menschlichkeit (Constantin Himmelried)


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Titel: Schuld und Menschlichkeit - Justizfälle über Moral und Gerechtigkeit
Autor: Constantin Himmelried
Reihe: -
Genre: Krimi
Verlag: Tredition
Erscheinungsdatum: 08. Februar 2017
Format: Taschenbuch
Seitenanzahl: 284
Preis: 12,99€
ISBN: 978-3-7345-9349-9
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Beschreibung
Die Fälle, die hier erzählt werden, beruhen auf wahren Begebenheiten. Sie ermöglichen Ihnen einen tiefen Einblick in die Justizvollzugsanstalten und in das deutsche Rechtssystem.

Ein Killer feuert in der Öffentlichkeit neun Mal in das Gesicht seines Opfers. Seine Strafe: sechs Jahre Haft. Ein unscheinbarer Gefangener muss am Tag seiner Freilassung zurück ins Gefängnis und begeht Selbstmord. Ein Vergewaltiger will seine Tat nicht eingestehen und akzeptiert eine höhere Strafe, die er ohne Bewährung bis zum Schluss absitzt. Dann trifft er einen alten Freund. Ein Schleuser, der acht Frauen unter lebensgefährlichen Umständen nach Deutschland geschleppt hatte, kommt mit einer Geldstrafe davon.

Aus der Presse entnehmen Sie nur die Schlagzeilen: den Beginn des Prozesses, den Verdacht der Staatsanwaltschaft und am Ende die Verurteilung. Nicht immer bestätigt sich der Verdacht der Staatsanwaltschaft, nicht immer findet eine tatsächliche Verteidigung statt. Dieses Buch wird Ihnen einen Einblick in den Alltag von Strafprozessen und der Handhabung von Urteilen geben. Und Sie werden erstaunt sein, vielleicht erschrocken, wie das Justizsystem tatsächlich funktioniert. Schuld & Menschlichkeit erzählt die Geschichte hinter der Geschichte. Der Leser erfährt, was wirklich geschah. Warum die Strafen so ausgefallen sind. Und dass hinter jedem einzelnen Schicksal weit mehr steckt, als nur die Schlagzeile in der Zeitung. 


Zum Buch
In Schuld und Menschlichkeit werden vier Einzelschicksale erzählt. Dabei handelt es sich um tatsächliche Ereignisse, die allerdings so verändert und fiktiv erzählt werden, dass man nicht auf die ursprünglichen Fälle zurückgreifen kann. Auf die einzelnen Geschichten möchte ich gar nicht genauer eingehen um nicht zu viel zu verraten. Die Fälle sind alle spannend und ich für meinen Teil wollte immer unbedingt wissen, wie es ausgeht und welche Wahrheit dahinter steckt.

In den Geschichten wird jeweils auf die Vorwürfe bzw. die Verurteilung eingegangen, danach folgt der Prozess, in dem der Fall nach und nach aufgeklärt wird. Es wird sich Zeit genommen, die verschiedenen Positionen, Aufgaben und Abläufe eines solchen Prozesses zu erklären. Ebenfalls gewinnt der Leser Einblicke in den Alltag im Gefängnis und wie es hinter Gittern abläuft. Diese Eindrücke empfand ich als sehr interessant, auch die Erläuterungen waren für einen Laien sehr gut verständlich.

Es ist erschreckend, wie schnell und einfach Fehler unterlaufen können und Unschuldige verurteilt werden. Jedoch kamen mir auch einige Sachen etwas zu überspitzt dargestellt oder die Lösungsfindung zu einfach vor.
Ein weiterer Punkt der mich etwas gestört hat, waren die Formatierung und der Schreibstil. Vor allem ersteres hat meinen Lesefluss, besonders bei der ersten Geschichte, verlangsamt. Die Schrift und Zeilenabstände sind relativ groß gehalten und da es viele Absätze gibt, hat mich das zunächst aus dem Konzept gebracht. Nach und nach habe ich mich allerdings daran gewöhnt.


Fazit
Die Geschichten sind spannend und man kann sie aufgrund ihrer Kürze schnell durchlesen. Für jeden, der gerne Krimis liest/schaut und daran interessiert ist, wie das deutsche Rechtssystem funktioniert, ist Schuld und Menschlichkeit empfehlenswert!


Bewertung
Cover:
Schreibstil:
Idee:
Charaktere:
Spannung:
Handlung:

Insgesamte Wertung: 6,6 / 10       (gefühlt: 6 / 10)


Mehr Infos
Zum Buch (mit Leseprobe)
Zum Autor

 *Bild- und Textquelle: https://tredition.de/autoren/constantin-himmelried-19866/schuld-und-menschlichkeit-paperback-89110/

Montag, 24. Juli 2017

Rezension ♣ Crimson Veil (Yasmine Galenorn)

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Titel: Crimson Veil 
Autor: Yasmine Galenorn 
Reihe: Schwestern des Mondes, Band 15 | Band 7 | Band 8 | Band 9 | Band 10 | Band 11 | Band 12 | Band 13 | Band 14 
Genre: Fantasy 
Verlag: Jove/ Berkley 
Erscheinungsdatum: 28. Januar 2014 
Format: Taschenbuch 
Seitenzahl: 287 Seiten 
Preis: 5,99€ 
ISBN: 978-0-515-15283-8


Beschreibung
It's been a long and devastating week. Back in Otherworld, war has decimated the elfin city of Elqaneve, our father has gone missing, and Shadow Wing has managed to obtain another spirit seal. On the home front, somebody burned down my bar--the Wayfarer--killing eight people, including a friend.
To make matters worse, we still haven't found a way to stop Lowestar Radcliff--the daemon in charge of a supernatural corporate power grab. He's attempting to awaken Suvika, the lord of vice and corrupt businessmen, and we have to stop him. Our enemies are closing in on all sides, and this time, there's no place to hide...
Textquelle*
  
Zum Buch
Crimson Veil knüpft an die Ereignisse des Vorgängers an. Doch bevor die drei Schwestern und ihre Verbündeten den Fall um die Vermissten wieder aufnehmen, passieren in kürzester Zeit sehr merkwürde Dinge, die anscheinend in Verbindung stehen. Erst wird Menolly in einen Unfall verwickelt, bei dem die zweite Person urplötzlich verschwindet. Kurze Zeit später trifft sie sich mit Roman in einem Vampirclub. Die Eigentümerin offenbart ihnen, dass sie - wie Menolly im letzten Band - seit einigen Tagen Drohanrufe erhält. In der Nacht steht der Club in Flammen und die D'Artigo Schwestern finden heraus, dass es sich nicht um eine simple Brandstiftung, sondern um Flammenfeen handelt, die es nun zu besiegen gilt.

Es treten außerdem zwei neue Charaktere auf die Bildfläche. Zum einen ist das der menschliche Cousin der Schwestern, Daniel. Der hat es allerdings faustdick hinter den Ohren. Man kann ihm nicht genau trauen, er scheint zwar kriminell, aber auch sehr hilfreich zu sein. Ich bin schon gespannt darauf, was für eine Rolle er in Zukunft einnehmen wird. Als zweiten Charakter hätten wir den Freund der vermissten Violet, Tanne Baum (ja, das ist sein richtiger Name - ich finde es auch komisch). Er ist ein Zauberer aus dem Schwarzwald, mächtiger als er auf dem ersten Blick scheint. Er hilft unserer kleinen Crew auf der Suche nach den Vermissten - das ist sozusagen die Hauptquest des Bandes.

Ungefähr die erste Hälfte wusste ich nicht, was der Hauptplot des Bandes sein soll. Mir kam es vor, als würde nichts wichtiges passieren. Als gäbe es absolut keinen Fortschritt, nur Nebensächlichkeiten. Überhaupt ist es frustrierend, wie die Hauptstory - das Finden der Geistsiegel und der Kampf gegen Schattenschwinge - nur eine untergeordnete Rolle zu spielen scheint. Das Einführen von noch mehr Charakteren und Gegnern zieht alles nur unnötig in die Länge und bringt die Geschichte nur wenig vorran. Auch hat mich die Art wie Menolly mit ihren Gefühlen anderen gegenüber umgeht gestört. Es gibt auch einige Kapitel in denen es zwischen ihr und Nerissa urplötzlich kriselt - obwohl es dafür keinen Grund gab. Allgemein gibt es nur wenig Fortschritt, sowohl in der Handlung als auch in der Charakterentwicklung.

Fazit
Obwohl die neuen Charaktere definitiv interessante neue Möglichkeiten bieten und ich die Charaktere, die Yasmine Galenorn erschaffen hat, allgemein faszinierend finde, überwiegt dennoch das Negative. Erst als die Befreiungsaktion begann und die Spannung einsetzte, entstand bei mir das Verlangen, weiterzulesen. Die erste Hälfte zog sich leider für meinen Geschmack zu sehr in die Länge und wirkte etwas unstrukturiert.

Bewertung

Cover: ●●
Schreibstil: ●●●
Idee: ●●   
Charaktere: ●

Spannung: ●●

Handlung: ●●


Insgesamte Wertung: 5,6 / 10     (gefühlt: 4,5 / 10)


Mehr Infos

Über die Autorin
Über das Buch
Über die Buchreihe
Auf deutsch erschienene Bücher

 *Bild- und Textquelle: http://galenorn.com/book/crimson-veil/

Montag, 17. Juli 2017

Verspätetes Lesejahr 2016 + Lebenszeichen


Wo war ich?
Ja, mich gibt es noch! Ich habe dieses Jahr noch gar nichts gepostet, obwohl ich mir doch 2016 so fest vorgenommen habe, das zu ändern...

2016 habe ich bis Herbst mein FSJ absolviert, seit Oktober studiere ich. Da bleibt nur wenig Zeit und die habe ich immer irgendwo anders reingesteckt - auch wenn ich, und das frustriert mich am meisten, irgendwie bei keinen meiner Hobbys so sonderlich produktiv war oder Fortschritte sehe. Es ist nicht so, dass ich keine Rezensionen geschrieben habe. Im Gegenteil, zu vielen der Bücher habe ich mir Stichpunkte oder sogar schon eine fast fertige Rezension geschrieben. Alles, was fehlt, ist es abzutippen und in ein hübsches Format zu bringen. Kann ja nicht so schwer sein oder? Ich glaube, ich warte die ganze Zeit auf diese Extra-Zeit, die ich nie haben werde. Selbiges gilt fürs Lesen. Ich dachte mir, dass 2016 schon ein schlechtes Lesejahr war. Aber in diesem Jahr lese ich sogar noch weniger. Teilweise bin ich auch immer noch in diesem Loch, weil die meistens Bücher, die ich gelesen habe, einfach nur mittelmäßig waren oder mich die Charaktere gestört haben. Man sagt ja, dass man immer Zeit hat für die Dinge, die man wirklich machen möchte. Und wie oft habe ich mir zum Schlafengehen ein Buch zur Hand genommen und war dann doch zu müde, um überhaupt über eine Seite zu kommen.

Aber einen Lichtblick gibt es: die Vorlesungszeit ist vorbei, ich schreibe nur noch eine Klausur und habe danach (hoffentlich, denn an einer Hausarbeit muss ich auch noch arbeiten) wieder mehr Zeit. Yay! Die letzten drei Tage habe ich sogar (im Vergleich zu den letzten Wochen und Monaten) relativ viel gelesen. Und wie gesagt, einige Rezensionen habe ich schon fertig oder angefangen zu schreiben, also werde ich versuchen, diese in den nächsten Wochen zu veröffentlichen.


Jahresrückblick


Gelesene Bücher: 17

Gelesene Seiten: 4697 (durchschnittlich 391 Seiten pro Monat, bzw. 276 Seiten pro Buch)
Deutsch / Englisch: 14 / 3
Kürzestes Buch: Adulthood Is A Myth (109 Seiten)
Längestes Buch: Das Erbe von Winterfell (544 Seiten)

01. Das Lied von Eis und Feuer: Das Erbe von Winterfell (George R.R. Martin)
02. Soul Screamers: With All My Soul (Rachel Vincent)
03. Lernen leicht gemacht: Gut vorbereitet und ohne Prüfungsangst zum Erfolg (Hans-Christian Kossak)
04. Die Spiderwick Chroniken: Eine unglaubliche Entdeckung (Holy Black, Tony DiTerlizzi)
05. Die Spiderwick Chroniken: Gefährliche Suche (Holy Black, Tony DiTerlizzi)
06. Die Spiderwick Chroniken: Im Bann der Elfen (Holy Black, Tony DiTerlizzi)
07. Die Spiderwick Chroniken: Der eiserne Baum (Holy Black, Tony DiTerlizzi)
08. Die Spiderwick Chroniken: Die Rache der Kobolde (Holy Black, Tony DiTerlizzi)
09. Doctor Who: Beautiful Chaos (Gary Russell)
10. Die Kinder der Götter (Pamela Gelfert)
11. Für jede Lösung ein Problem (Kerstin Gier)
12. Pandora - Wovon träumst du? (Eva Siegmund)
13. Witch Hunter (Virginia Boecker)
14. Ruby Oliver: Ruby, die Jungs und wo man sie findet (E. Lockhart)
15. Fünf (Urusula Poznanski)
16. Ruby Oliver: Ruby, die Jungs und die Suche nach dem Richtigen (E. Lockhart)
17. Sarah Scribbles: Adulthood Is A Myth (Sarah Andersen)

Gehörte Hörbücher: 9

01. Er ist wieder da (Timur Vermes)
02. Weltgeschichte to go (Alexander von Schönburg)
03. Harry Potter und der Stein der Weisen (J. K. Rowling)
04. Buddhify your life (Rohan Gunatillake)
05. Harry Potter und die Kammer des Schreckens (J. K. Rowling)
06. Das Tal: Das Spiel (Krystyna Kuhn)
07. Das Pubertier (Jan Weiler)
08. Harry Potter und der Gefangene von Askaban (J. K. Rowling)
09. Friedhof der Kuscheltiere (Stephen King)

Gelesene Comics: 1

01. Guardians of the Galaxy Vol. 2 (Dan Abnett)

Gelesene Mangas: 6

01. Yu-Gi-Oh! Band 1 (Kazuki Takahashi)
02. Sternensammler Band 1
03. Sternensammler Band 2
04. Sternensammler Band 3
05. Sternensammler Band 4
06. Sternensammler Band 5



Highlights 2016


(die Harry Potter Hörbücher waren natürlich auch Highlights, da ich aber schon vorher wusste wie sehr sie mir gefallen, habe ich sie bei den Highlights ausgelassen)


Enttäuschungen 2016