Montag, 25. September 2017

Rezension ♣ Blinde Vögel (Ursula Poznanski)

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Titel: Blinde Vögel
Autorin: Ursula Poznanski
Reihe: Kaspary & Wenniger ermitteln, Band 2 | Band 1 | Band 3
Genre: Krimi / Thriller
Verlag: Rowohlt
Erscheinungsdatum: 30.01.2015
Format: Taschenbuch
Seitenanzahl: 480 Seiten
Preis: 9,99€
ISBN: 978-3499259807







Beschreibung
Status: Ermordet
Zwei Tote bei einem Salzburger Campingplatz. Sie stranguliert, er erschossen. Zwischen beiden scheint zu Lebzeiten keinerlei Verbindung bestanden zu haben. Oder täuscht der erste Blick?
Die Salzburger Ermittler Beatrice Kaspary und Florin Wenninger finden eine überraschende Gemeinsamkeit: Beide waren Mitglieder in einem Internetforum. Ein Forum für Dichtung. Harmloser geht es nicht.
Beatrice Kaspary folgt ihrem Instinkt und schleust sich als vorgebliche Lyrik-Liebhaberin in die Gruppe ein. Kurz darauf gibt es einen dritten Todesfall...
Textquelle*


Zum Buch
Blinde Vögel beschäftigt sich mit dem zweiten Fall, den Beatrice Kaspary und Florin Wenniger nachgehen. Zwei Tote wurden aneinander gefesselt auf einem Campingplatz gefunden. Es sieht zunächst nach Mord und Selbstmord aus, aber was genau steckt dahinter?
Beatrice stößt auf eine Lyrik-Gruppe, in der beide Opfer Mitglied waren. In der Hoffnung, Hinweise auf den Täter oder das Geschehen zu finden, schleust sie sich ein – und merkt schnell, dass sich einige Personen merkwürdig verhalten. Und es kommt zu weiteren Todesfällen innerhalb der Gruppe…

Beatrice und Florin haben zwar eine Spur, tappen aber lange Zeit im Dunkeln. Auch als Leser merkt man, dass alles, was geschieht, miteinander in Beziehung steht. Ich für meinen Teil konnte diese Zusammenhänge auch nie richtig greifen. Da es nur wenig Fortschritte gibt, ist das Pacing in der ersten Hälfte des Buches recht langsam.
Ab ungefähr der Mitte gibt es stärkere Hinweise auf den Täter und damit steigt auch die Spannung an. Die Handlung geht schneller voran. Die Aufklärung ging mir etwas zu schnell und zu einfach und ließ bei mir noch einige Fragen offen.

Was das Privatleben angeht, so versucht Beatrice sich mit ihrem Ex-Mann zu versöhnen und man erhält tiefere Einblicke in das Familienleben von Florin. Wie im letzten Band angedeutet kommen sich die beiden etwas näher… und irgendwie auch nicht. Sie befinden sich in einer Grauzone und vermutlich wissen beide nicht einmal genau, was sie wollen. Auch wenn es mich verwirrt hat, was zwischen Beatrice und Florin läuft (oder eben nicht), finde ich es extrem gut, dass diese Andeutungen und Annäherungen a) nur sehr langsam und damit realistisch geschehen und b) nur einen kleinen, untergeordneten Part spielen.


Fazit
Blinde Vögel fand ich etwas schwächer als sein Vorgänger. Obwohl mir die Charaktere und Handlung insgesamt erneut gefallen haben, zog sich die erste Hälfte in die Länge. Die Langatmigkeit machte sich besonders dadurch bemerkbar, da die Ermittler im Dunkeln tappen. Interessant und originell war die Idee mit der Lyrik-Gruppe, nur – für mich – nicht ganz so spannend.


Bewertung
Cover: ●●●●○
Schreibstil: ●●●●●
Idee: ●●●○○
Charaktere: ●●●●○
Spannung: ●●●○○
Handlung: ●●●◐○

Insgesamte Wertung: 7,4 / 10       (gefühlt: 7,5 / 10)


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